Lebenszeit sinnvoll nutzen – Es ist deine Zeit

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ (Lucius Annaeus Seneca). 

Die Art und Weise, wie wir unsere kostbare (Lebens)Zeit einsetzen, ist eng mit unserem Wohlbefinden und unserer Zufriedenheit verbunden. Indem wir bewusst darauf achten, wie wir unsere Zeit nutzen, können wir unser Glücksempfinden steigern und ein erfüllteres Leben führen.

In diesem Blogartikel widmen wir uns dem Thema Zeit und ihrer Qualität: Du erhältst Impulse, über den Sinn deiner Zeit zu reflektieren und wertvolle Tipps, diese bewusster zu erleben. Zusätzlich teilen wir mit dir Übungen, die einen besseren Zeiteinsatz herbeiführen. Wir wünschen dir wertvolle Momente beim Lesen.

Wie wir Zeit und Qualität verbinden

Was meinen wir eigentlich, wenn wir über eine bessere Qualität von Zeit sprechen und warum ist uns das Thema so wichtig?

Mit einer hohen Qualität beziehen wir uns darauf, unsere Zeit so zu organisieren und einzusetzen, dass sie uns unseren Zielen näher bringt und unsere Werte und Prioritäten unterstützt. Es geht darum, wie wir unsere Zeit verbringen, sie wahrnehmen und nutzen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Qualität unserer erlebten Zeit einen positiven Einfluss auf unsere Resilienz haben kann: Indem wir uns bewusst Zeit für Erholung nehmen und uns auf das Wesentliche konzentrieren, stärken wir unsere Fähigkeit, mit Herausforderungen gelassen umzugehen. Ebenso spielt Zeit eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung von Stress und der Förderung unserer psychischen Widerstandsfähigkeit.

Um die Verbindung zwischen der Qualität der Zeit und Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden und Produktivität besser zu verstehen, betrachten wir verschiedene Kontexte:

Qualitative Zeit und Lebenszufriedenheit

Indem wir bewusst unsere Zeit für erfüllende Aktivitäten einsetzen, können wir ein sinnerfülltes Leben führen. Zeitverschwendung oder ständiger Stress führen hingegen langfristig zu Unzufriedenheit und einem Gefühl der Leere.

Qualitative Zeit und Wohlbefinden

Die Organisation unserer Zeit und klare Prioritäten sind ein Ausdruck der Selbstermächtigung. Ein achtsamer Umgang mit unserer Zeit kann ein tiefes Wohlempfinden auslösen. Durch bewussten Einsatz von Zeit für uns selbst, für Regeneration, Reflexion aber auch soziale Interaktionen finden wir uns in einem ausgewogenerem Leben wieder. Zeit zu haben, kann auch bedeuten, einfach nur die Seele baumeln zu lassen, in deinem Lieblingscafé beim Beobachten der Passanten oder auf einer Wiese liegend mit dem Blick in den Himmel gerichtet. Sogenannte Energietankstellen dienen deiner ziellosen Erholung.

Qualitative Zeit und Produktivität

Wenn wir unsere Zeit effektiv planen, werden wir unsere Aufgaben effizienter erledigen. Wir können uns auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren, Zeitverschwendung minimieren und produktive Arbeitsabläufe entwickeln. Dadurch steigt unsere Produktivität. Wir werden mehr erreichen, ohne uns von unnötigen Ablenkungen oder ineffizienten Arbeitsgewohnheiten beeinträchtigen zu lassen.

Macht uns mehr Zeit zufriedener?

Mehr Zeit allein löst weder alle unsere Probleme, noch führt sie automatisch zu mehr Zufriedenheit. Tatsächlich kann eine Fülle an Zeit sogar zu Unzufriedenheit führen.
Ein bekanntes Beispiel ist der Übergang in den Ruhestand: Viele Menschen freuen sich zunächst auf die zusätzliche freie Zeit, die dieser Lebensabschnitt verspricht. Doch oft erleben sie eine Phase der Unsicherheit und Unzufriedenheit, wenn sich plötzlich ihre gewohnten Routinen ändern und sie sich möglicherweise nutzlos fühlen.

Unsere Zufriedenheit hängt mehr von der Qualität als von der reinen Menge an Zeit ab und davon, wie wir sie nutzen, um unsere persönlichen Bedürfnisse und Werte zu erfüllen. Mehr Zeit führt demnach nur dann zu mehr Zufriedenheit, wenn wir sie bewusst gestalten und mit Aktivitäten füllen, die uns erfüllen oder bereichern.

Hier spielen sehr individuelle Betrachtungsweisen eine Rolle: Was für den einen Menschen mehr Zufriedenheit schafft, mag für einen anderen nicht unbedingt dasselbe Ergebnis haben. Manch einer fühlt sich vielleicht glücklicher und erfüllter, wenn er mehr Zeit mit seinen Liebsten verbringen kann, während ein anderer möglicherweise mehr Zufriedenheit aus beruflichen oder persönlichen Erfolgen zieht.

Wie qualitative Zeit unsere Zufriedenheit beeinflussen kann

Wir haben gelernt: Die Zeit, die wir haben, kann einen großen Einfluss darauf nehmen, wie zufrieden und erfüllt wir uns fühlen. Dinge, welche die Qualität deiner Zeit und Zufriedenheit steigern können, sind:

Du verfolgst deine Leidenschaften: Nutze Zeit, um dich intensiver mit deinen Hobbys und Interessen zu beschäftigen. Ob es sich um Malen, Musizieren, Kochen oder Gartenarbeit handelt, vertiefe dich in die Aktivitäten, die dir Freude bereiten und dich erfüllen.

Du investierst in persönliches Wachstum: Verwende Zeit, um neue Fähigkeiten zu erlernen oder bestehende Kenntnisse zu vertiefen. Das Lesen von Büchern, die Teilnahme an Online-Kursen oder das Üben neuer Sprachen kann sich bereichernd anfühlen. 

Du pflegst deine Beziehungen: Nutze Zeit, um deine Beziehungen zu Familie und Freunden zu stärken. Verbringe gute Momente ohne Ablenkung mit Menschen, sei es durch gemeinsame Aktivitäten, Gespräche oder einfach nur gemeinsames Entspannen.

Du achtest auf Selfcare: Mache regelmäßig Sport, meditiere, praktiziere Yoga oder nimm dir einfach Zeit für ziellose Erholung, um zu entspannen und zu regenerieren. 

Du engagierst dich ehrenamtlich: Nutze Zeit, um dich für eine gute Sache einzusetzen und anderen zu helfen. Hier kannst du persönliche Erfüllung erfahren und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft oder Umwelt leisten.

Einladung zu einer Übung: Qualität deiner Lebenszeit steigern

Mit dieser einfachen Übung kannst du die Qualität deiner Lebenszeit reflektieren und Schritt für Schritt verbessern:

„Liebst du das Leben? Dann vergeude keine Zeit,
denn daraus besteht das Leben.“ ― Benjamin Franklin

Die Vier-Tage-Woche im Kontext von Qualitätszeit

Die Diskussion um die Vier-Tage-Woche ist eng mit der Frage verbunden, wie wir unsere Zeit sinnvoll nutzen und erleben. Auch hier ist anzuerkennen, dass mehr Zeit allein nicht automatisch zu mehr Zufriedenheit führt. Bei allen Überlegungen zur Arbeitszeit sollte auch die Qualität der Zeit mitberücksichtigt werden.

Denn führt eine Vier-Tage-Woche zu intensiver Arbeitsbelastung an den verbleibenden Tagen, zu erhöhtem Druck und längeren Arbeitstagen, stellt sich die Qualität der zusätzlichen freien Zeit infrage, da sie möglicherweise mit einem Anstieg von Stress einhergeht. 

Der plötzliche Übergang von einer hohen Arbeitsbelastung zu einem freien Tag kann sogar zu unerwarteten Herausforderungen führen: Manch einer erlebt jedes Mal den Fall in eine Art „Loch“, wenn von einem intensiven Arbeitsmodus in einen Zustand übergegangen wird, in dem man sich plötzlich nicht mehr so beschäftigt fühlt. Hier kann es zu Gefühlen der Unruhe, Langeweile oder sogar der Unzufriedenheit kommen, da der Kontrast zwischen intensiver Arbeitszeit und Freizeit so hoch ist. 

Auch der abrupte Wechsel von einem geschäftigen Arbeitsleben zu einem erhöhten Engagement im Familienleben kann unerwartete Konflikte oder Unbehagen hervorrufen: Viel arbeitende Personen erleben sich selbst gar als „störend“, wenn sie plötzlich am Familienalltag teilnehmen, da der Rest der Familie eigene Routinen entwickelt hat, an denen diese für gewöhnlich nicht teilnehmen. 

Alle diese Aspekte sind bei der Planung einer Vier-Tage-Woche zu berücksichtigen, damit sich diese wirklich positiv auf die Lebensqualität auswirkt.

Impuls: Der Mai ist die vier-Tage-Woche

Nutze den Mai, um bewusst zu erleben, was das für uns bedeutet.

Der Mai, mit seinen zahlreichen Feiertagen und verlängerten Wochenenden, bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Idee der Vier-Tage-Woche zu erkunden. Nutzen wir diesen Monat, um bewusst zu erleben, wie sich eine kürzere Arbeitswoche auf unser Wohlbefinden, unsere Beziehungen und unser Leben auswirkt.

Wie gewinne ich mehr Zeit?

Ein Tag umfasst 24 Stunden, was 1440 Minuten oder 86.400 Sekunden entspricht. Auf den ersten Blick also eine Fülle an Zeit – besonders, wenn wir diese auf ein Jahr oder die durchschnittliche Lebenserwartung hochrechnen. Dennoch kämpfen viele von uns mit dem Gefühl, nie genug Zeit zu haben.

Hier spielt unser Umgang mit der uns zur Verfügung stehenden Zeit eine entscheidende Rolle: Wir können keine zusätzliche Zeit schaffen, aber wir können lernen, sie bewusster zu nutzen. Und dieser verbesserte oder optimierte Einsatz bezieht sich letztendlich wieder darauf, was wir als wertvoller und damit qualitativer erachten.

Wenn wir also unseren Tag und die grundsätzlich verfügbare Zeit betrachten, kann uns bereits geholfen sein, diese effektiv zu managen. Klassische Schritte hierbei sind:

In diesem Zusammenhang spielen auch unsere Routinen und Gewohnheiten eine große Rolle. Lies dafür gern einmal in unseren Blogartikel rein, der sich tiefer mit diesem Thema beschäftigt:
Routinen meistern, Alltagssüchten entkommen – Über die transformative Reise zu einem erfüllten Alltag

Geschenk für dich: Rethink work Pomodoro Tracker

Die Pomodoro-Technik ist eine beliebte Zeitmanagement-Methode, mit der du deine Produktivität steigern und deine Konzentration verbessern kannst. Die Technik hilft durch Intervalle aus Arbeitsphasen und kürzeren Pausen fokussierter zu arbeiten und ein besseres Zeitgefühl zu bekommen. Das Ergebnis: Durch längere Pausen wird die Produktivität gesteigert.

Getreu dem Motto „Getting Things Done“ ist das Konzept denkbar einfach:  Du teilst deine Aufgaben in kurze, intensive Intervalle ein, gefolgt von kurzen Pausen. Nachdem vier Intervalle abgeschlossen sind, legst du eine längere Pause ein.

Pomodoro-Tracker

Hole dir jetzt den Rethink work Pomodoro Tracker,
um diese beliebte Zeitmanagement-Methode zu testen:

Pomodoro-Technik Anleitung: Fünf einfache Schritte zu fokussierter Arbeit

So kannst du den Ablauf deiner Pomodoro-Technik gestalten: 

#1 – Aufgaben priorisieren: Notiere und priorisiere deine Aufgaben, um zu entscheidend, welche dringend erledigt werden müssen und welche noch warten können.

#2 – Pomodori festlegen und Timer stellen: Schätze den Zeitaufwand für jede Aufgabe ein und lege entsprechende Pomodoro-Intervalle fest. Größere Aufgaben solltest du aufteilen. Bewährt haben sich 25-minütige Arbeitsintervalle. Stelle dir einen Timer und arbeite fokussiert an deiner Aufgabe.

#3 – Ablenkungen vermeiden: Suche einen ruhigen Ort auf und schalte alle Benachrichtigungen und Ablenkungen stumm, um während der Pomodoro-Intervalle konzentriert zu arbeiten.

#4 – Erledigte Aufgaben abhaken: Kennzeichne erledigte Aufgaben auf deiner To-do liste und vermerke auch, ob ein Pomodoro ausreichend war. Dies hilft dir, ein besseres Zeitgefühl für zukünftige Arbeitszyklen zu entwickeln.

#5 – Pausen einlegen: Lege nach Ablauf der Zeit eine kurze Verschnaufpause ein, um neue Energie zu tanken und den Kopf freizubekommen (ca. fünf Minuten). Starte dann in den nächsten Pomodoro-Intervall, bis du nach spätestens dem vierten eine längere Pause machst. 

Was mache ich mit mehr Zeit? - Zeit sinnvoll nutzen

Die Frage „Was mache ich mit mehr Zeit?“ lädt uns dazu ein, darüber nachzudenken, wie wir zusätzliche Zeit wirklich sinnvoll einsetzen. Eine Reflexion darüber, wie wir unsere Zeit priorisieren und ob unsere Aktivitäten uns langfristig erfüllen, kann uns eine gute Antwort bieten. 

Dabei dürfen wir herausfinden, welche Aktivitäten uns dabei helfen, uns zu entspannen, zu wachsen oder unsere Beziehungen zu stärken und welche wir als Zeitverschwendung erkennen, da sie uns nicht weiterbringen oder nicht guttun.

Die Einordnung von sinnvoller Zeit und Zeitverschwendung sind sehr individuelle Betrachtungen, die Selbstreflexion und Achtsamkeit erfordern. 

Einladung zu einer Reflexionsreise – Frage dich:

Was bedeutet für mich persönlich „mehr Zeit“?

Definiere, was du unter „mehr Zeit“ verstehst und wie sich diese zusätzliche Zeit für dich anfühlt. Ist es eine Stunde mehr pro Tag, ein freier Tag in der Woche oder einfach nur ein wenig mehr Spielraum in deinem Zeitplan?

Welche Aktivitäten bereiten mir Freude und Erfüllung?

Überlege, welche Aktivitäten dir wirklich Freude bereiten und dich erfüllen. Das können Hobbys, soziale Interaktionen, kreative Tätigkeiten oder persönliche Projekte sein.

Welche langfristigen Ziele möchte ich erreichen?

Reflektiere darüber, welche langfristigen Ziele du hast und wie du deine zusätzliche Zeit nutzen kannst, um sie zu verfolgen. Das können berufliche Ziele, persönliche Entwicklung oder Beziehungsziele sein.

Resilienztraining für Unternehmen

Wie kann ich die mir zur Verfügung stehende Zeit bewusster gestalten?

Denke darüber nach, wie du deine Zeit achtsamer gestalten kannst. Das kann bedeuten, Prioritäten zu setzen, Zeitverschwender zu eliminieren und bewusster Entscheidungen über deine Zeit zu treffen.

Welche Schritte kann ich unternehmen, um meine Zeit sinnvoll zu nutzen?

Überlege, welche konkreten Schritte du unternehmen kannst, um deine zusätzliche Zeit sinnvoll zu nutzen. Das können kleine Veränderungen in deinem Tagesablauf, neue Gewohnheiten oder gezielte Aktivitäten sein.

Indem du diese Fragen beantwortest, kannst du Klarheit darüber gewinnen, wie du deine zusätzliche Zeit am besten nutzen kannst, um ein erfüllteres und zufriedeneres Leben zu führen.

Zeit und Qualität: Fazit

Die Qualität unserer Zeit beeinflusst unser Lebensglück und unsere Zufriedenheit.

Indem wir unsere Zeit bewusst gestalten und sie mit Bedacht nutzen, können wir die Grundlage für ein erfülltes und sinnerfülltes Leben legen. Letztlich liegt es in unserer Hand, wie wir unsere Zeit nutzen und welchen Wert wir unserem Leben geben.

Jetzt laden wir dich herzlich dazu ein, die im Artikel vorgestellten Konzepte und Strategien in deinem eigenen Leben anzuwenden.

Ermutige dich selbst dazu, bewusster mit deiner Zeit umzugehen und Prioritäten zu setzen, die deinen individuellen Werten und Zielen entsprechen. Nutze die Erkenntnisse, um deine Zeitqualität zu verbessern und ein erfüllteres Leben zu führen.

„Wir brauchen viele Jahre bis wir verstehen,
wie kostbar Augenblicke sein können.“  – Ernst Ferstl

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