Resilienz international gedacht: Mit MISUMI durften wir einen neuen Kunden begrüßen und ein zweitägiges, vollständig englischsprachiges Training rund um moderne Resilienzkompetenz gestalten.
Gemeinsam mit einer gemischten Gruppe aus Führungskräften und Mitarbeitenden erarbeiteten wir zentrale Aspekte von Resilienz im Arbeitsalltag.
Der Fokus lag dabei sowohl auf individuellem Stressmanagement als auch auf einem erweiterten Verständnis von persönlicher Stabilität, Handlungsfähigkeit und Entwicklung in Zeiten kontinuierlicher Veränderung.
Tag 1: Resilienz im Arbeitsalltag verstehen und stärken
Der erste Trainingstag stand im Zeichen eines fundierten Verständnisses von Resilienz im beruflichen Kontext. Im Mittelpunkt standen Fragen wie:
- Wie lässt sich Energie im Arbeitsalltag bewusst wahrnehmen und steuern?
- Wann braucht es Aktivierung, wann gezielte Regeneration?
- Wie beeinflussen Selbstwahrnehmung und Selbstregulation unser Handeln unter Druck?
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit inneren Antreibern und automatisierten Reaktionsmustern. Ziel war es, mehr Klarheit darüber zu gewinnen, wie persönliches Erleben, Stressreaktionen und Entscheidungsfähigkeit zusammenhängen.
Tag 2: Resilienz als Motivator für Neues
Am zweiten Tag wurde der Blick erweitert: weg von reiner Belastbarkeit hin zu einem aktiven Gestalten und innerem Wachstum.
Dabei wurden unter anderem folgende Perspektiven vertieft:
- Innere Sicherheit in Zeiten von Veränderung stärken
- Impulse aus der Positiven Psychologie und den Fokus auf „Stärken stärken“ legen
- Bedürfnisse als Ursprung all unserer Handlungen verstehen, um hilfreiche Wege zu erkennen, sie zu erfüllen
- Förderung einer zugewandten Haltung sich selbst und anderen gegenüber
Ziel war es, nicht nur Stabilität in Belastung zu entwickeln, sondern auch die Fähigkeit, in Veränderungsprozessen aktiv handlungsfähig zu bleiben.
Zentrale Erkenntnisse aus der Gruppe:
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Circle of Influence
Gerade im Umgang mit Alltagsstress sind wir nicht machtlos. Zwar lassen sich äußere Rahmenbedingungen manchmal nicht direkt verändern, doch Haltung, Perspektive und innerer Fokus liegen in unserer eigenen Entscheidungsmacht.
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Veränderung braucht Abschied
Emotionale Reaktionen auf Veränderung – wie Schock, Ärger und Trauer – sind ein notwendiger Teil von Anpassungsprozessen. Erst wenn diese Gefühle zugelassen und verarbeitet werden (statt sie beiseitezuschieben), kann echte Akzeptanz und Raum für Neues entstehen.
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Körper vor Kopf
Stressreaktionen laufen unmittelbar über körperliche und emotionale Systeme. Während das Angstzentrum sehr schnell aktiviert wird, benötigt die rationale Verarbeitung im Vergleich deutlich mehr Zeit. Ziel ist es daher nicht, sich nie wieder gestresst zu fühlen, sondern frühzeitig Körpersignale wahrzunehmen, Abstand zu gewinnen und bewusste Entscheidungen für gesundes Verhalten zu ermöglichen.
Resilienztraining als kontinuierlicher Prozess
Resilienz entsteht nicht allein durch Wissen, sondern durch konsequente Anwendung im Alltag. Entscheidend ist das „Dranbleiben“:
→ regelmäßige Selbstbeobachtung
bewusste Wahrnehmung von Körpersignalen
→ mutiges Ausprobieren neuer Verhaltensweisen
Akzeptanz von Irritationen im Umfeld
Ausblick:
In einer gemeinsamen virtuellen Follow-up-Session finden wir heraus, wie gut es den Teilnehmenden gelungen ist, die Impulse aus dem Training in den Arbeitsalltag zu übertragen und weiterzuentwickeln.
Deine Expertin für englischsprachige Tagestrainings und Keynotes
Evelyn Kaulartz
Als zertifizierte systemische Coachin und Trainerin unterstützt Evelyn Menschen dabei, innere Strukturen aufzubauen und zu stärken – in einer Zeit, in der immer mehr äußere Strukturen ins Wanken geraten.